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Berlin widerspricht dem bundesweiten Trend zur Schwarzarbeit

Zunahme der Verdachtsbaustellen in der Hauptstadt


Berlin, 25.01.2012. „Die Bedeutung von Schwarzarbeit am Bau ist nach wie vor groß. Entgegen dem bundesweiten Trend können wir in Berlin einen Anstieg der illegalen Beschäftigung in der Bauwirtschaft verzeichnen“, betont Reinhold Dellmann, Hauptgeschäftsführer der Fachgemeinschaft Bau, mit Blick auf die jüngst veröffentlichte Studie des Tübinger Institutes für Angewandte Wirtschaftsforschung. 

 

Die Fachgemeinschaft Bau bezieht sich bei ihrer Erkenntnis auf die Bilanz der eigenen Baustellenläufer. Diese hatten im vergangenen Jahr in Berlin 428 verdächtig erscheinende Baustellen überprüft. Damit sind den Baustellenläufern im Vergleich zu den Vorjahren deutlich mehr Bauplätze ins Auge gefallen. Kamen 2009 noch 333 Baustellen als verdächtig in Betracht, waren es 2010 schon 383. Im vergangenen Jahr stieg die Zahl auf 428 Objekte an. In knapp der Hälfte der Fälle konnten die Baustellenläufer Anzeichen für Schwarzarbeit feststellen. Somit hat sich auch die Quote der verdächtig geprüften Baustellen im Vergleich zu den Jahren 2009 und 2010 um jeweils fünf Prozentpunkte erhöht.     

 

Seit Jahren setzt sich die Fachgemeinschaft Bau tatkräftig gegen Schwarzarbeit am Bau ein. Aufgrund des Engagements konnte die illegale Beschäftigung bereits durch verschiedene Maßnahmen, wie die Anmeldung der Arbeitnehmer bei der Krankenkasse vor dem Beschäftigungsbeginn sowie die Vorlage der Sozialkassen-Bescheinigung bei öffentlichen Aufträgen in Brandenburg, eingegrenzt werden. „Auch wenn der Spielraum für Schwarzarbeit in Berlin enger geworden ist, gibt es für die schwarzen Schafe unter uns anscheinend immer noch genügend illegale Beschäftigungsmöglichkeiten. Wir müssen diese Möglichkeiten evaluieren und ihnen auch in Zukunft mit unserer Arbeit entgegentreten“, so Reinhold Dellmann.

 

Die Fachgemeinschaft Bau Berlin und Brandenburg e.V. vertritt die Interessen der mittelständischen Bauwirtschaft in Berlin und Brandenburg. Mit ihren rund 900 Mitgliedern ist sie der größte Bauarbeitgeber- und Bauwirtschaftsverband in der Region. Als Mitglied ist die Fachgemeinschaft Bau zudem im Zweckverbund Ostdeutscher Bauverbände (ZVOB) organisiert, der mit seinen ca. 2.600 Mitgliedern als größter ostdeutscher Spitzenverband die Anliegen der ostdeutschen Bauwirtschaft gegenüber Bundes- und Landespolitik vertritt.


Pressekontakt:
Beate Bahr
Tel.: 030 / 86 00 04-19
E-Mail: bahr@fg-bau.de