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Ausbildungs-Einstieg durch praxisnahe Qualifizierung ermöglicht

Jugendliche für Ausbildung am Bau fit gemacht / junge Leute mit Migrationshintergrund erfolgreich integriert / Vermittlungsquote bei 45 Prozent


Berlin, 21.12.2011. Das Interesse der Jugendlichen an einem berufsintegrierenden Kurs im Baugewerbe, der die jungen Leute ohne Ausbildungsplatz nach dem offiziellen Lehr-start in ein reguläres Ausbildungsverhältnis vermittelte, überstieg die Erwartung.
Bereits zu Kursbeginn waren die von der damaligen Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales geförderten 30 Plätze schnell belegt. Daraufhin stockte der Lehr-bauhof als Träger der Maßnahme das Programm mit Mitteln der privaten Bauwirtschaft auf. „Insgesamt konnten wir von August bis einschließlich November 44 Teilnehmer schulen“, so Roland Bank, Geschäftsführer des Lehrbauhofes.  

 

In dem viermonatigen Kurs wurden die Jugendlichen für die verschiedenen Berufe am Bau wie beispielsweise Straßenbauer, Zimmerer, Maurer, Betonbauer, Fliesenleger, Trockenbauer sowie Holz- und Bautenschützer praxisnah qualifiziert, um im Anschluss an das Projekt von regionalen Baufirmen übernommen zu werden. 20 junge Leute erhielten auf diesem Wege einen Ausbildungsplatz. Seit dem 1. Dezember erlernen sie einen Bauberuf auf dem ersten Arbeitsmarkt. Bei dieser Lehre wird den jungen Leuten die Zeit der Berufsqualifizierung so angerechnet, dass den ihnen kein Nachteil zu den regulär gestarteten Auszubildenden entsteht.

 

Mit einer Vermittlungsquote von 45 Prozent zeigte sich Roland Bank sehr zufrieden: „So gut wie das Projekt gestartet ist, so gut konnten wir es auch beenden. Das Ergebnis spricht für sich. Es zeigt, dass die Unternehmen Bedarf an qualifiziertem Nachwuchs haben. Baufirmen, die keine geeigneten Bewerber gefunden hatten, konnten dank des Projekts ihre Lehrstellen wieder besetzen.“ Lediglich sieben Teilnehmer hatten am Ende der Maßnahme keinen Ausbildungsplatz unterschrieben. Diese jungen Leute wurden an Handwerks-Innungen vermittelt, bei denen ein Ausbildungsbeginn im Februar möglich ist. 17 Projektteilnehmer brachen den Kurs vorzeitig ab.

 

Der berufsintegrierende Lehrgang am Lehrbauhof in Marienfelde richtete sich unter anderem an Jugendliche mit Migrationshintergrund, da im Rahmen des Kurses auf Förderbedarfe wie beispielsweise bei sprachlichen Defiziten eingegangen werden konnte. Der Anteil der jungen Leute mit ausländischen familiären Wurzeln betrug 43 Prozent. Von ihnen konnten elf Teilnehmer ein Ausbildungsverhältnis beginnen. Somit haben insgesamt gesehen 55 Prozent der vermittelten jungen Leute einen Migrationshintergrund. „Diese Zahlen belegen einmal mehr die Wichtigkeit der Maßnahme. Wir konnten durch den Kurs dringend benötigte Nachwuchskräfte vermitteln, die ohne die Qualifizierung leer ausgegangen wären“, resümierte Roland Bank.

 

Der Lehrbauhof ist das Berufsförderungswerk der Fachgemeinschaft Bau gGmbH. In dem überbetrieblichen Ausbildungszentrum werden sowohl die außerbetriebliche Ausbildung als auch berufsspezifische Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen  durchgeführt.


Pressekontakt:
Beate Bahr (Pressesprecherin)
Tel.: 030 / 86 00 04-19
Mobil: 0174 / 90 99 310
E-Mail: bahr@fg-bau.de